Dein Leben ist eine Reise. Deine Empfindungen sind deine Landkarte. Dein Körper ist dein Fahrzeug.

-Sébastien Foucan

Freeruning ist eine Lebenseinstellung etwa so wie lieber zu Fuß zu gehen, als das Auto zu nehmen oder die Treppen zu benutzen statt des Lifts.  Die Art, wie wir uns bewegen, haben wir gelernt, aber wir sind nicht daran gebunden. Also lass uns experimentieren und uns weiterentwickeln.

Der erste Schritt zwingt dich zu nichts.

Wenn du etwas Neues lernst, dann ist das erste Hindernis immer die Befürchtung, dass der erste Schritt dich gleich unabänderlich in einer bestimmten Richtung festlegt. Das tut er nicht. Probier es aus! Geh einen Schritt, und dann frag dich, wie es ich anfühlt und ob du einen weiteren gehen willst. Die Entscheidung ist deine - es gibt keine Verpflichtung. Wir haben Ängste wie jeder andere auch, aber ohne erste Schritte und ein bisschen Mut würde Freeruning nicht existieren. Besitz ist Einbildung. Nichts auf der Erde ist für immer, deshalb glauben wir, dass es etwas wie Besitz nicht wahrhaft geben kann. Tue alles, was du tust mit einem Lächeln, es kann das letzte Mal sein, dass du es tust. Mach dein Glück und deine Erfolg nicht von bestimmten Personen oder Orten abhängig, denn all das ist vergänglich, und vielleicht sind sie irgendwann fort, und du musst alleine weitermachen.

Ich bin kein Meister: Ich bin immer noch ein Schüler, der seinen Weg sucht. Aber ich kann Ihn bereits sehen - und  ich versuche ihm zu folgen, bis ich all das geworden bin, was ich sein kann.


Konkurruere nicht. Es ist interessant, wie viele Menschen gern miteinander konkurrieren, sich mit anderen vergleichen. Sie denken, dass es keinen anderen Weg gibt, um voran zu kommen. Unsere Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, und überall geht es darum, der Beste zu sein. Der Weg des Freeruning ist anders: Hier geht es um ständige Weiterentwicklung, nicht um Siege oder Geld. Die Nummer eins, also einzigartig zu sein ist für viele Menschen ein Traum, dabei müssten sie sich nur ernstlich so akzeptieren wie sie im Moment sind, um zu begreifen, dass jeder Mensch für sich ein Wunder ist. Beim Freeruning ist der Wettkampfgedanke eine Einschränkung und eine Illusion: Wenn ein Sieg oder Pokal deine Motivation ist, verlierst du das Gefühl dafür, was das Beste für dich und deinen Körper ist. Sich um das zu kümmern, was die anderen denken, statt deinen eigenen Weg zu entwickeln, hindert dich daran, das Hier und Jetzt  wahrzunehmen und zu genießen.

Sei Teilnehmer kein Zuschauer. Warte nicht auf den richtigen Moment und fürchte dich nicht vor der Angst.

Genieße die Reise. Sie besteht aus soviel mehr als aus dem Reiseziel. Deine Erfahrungen selbst und was du alles lernst, wenn du deinen Lebensweg gehst, sind wertvoller als jedes Ziel, das du erreichen wirst. Reiseziele sind eine Einbildung, du weißt in Wirklichkeit nie, was als nächstes kommt. Also versuche ganz im gegenwärtigen Augenblick zu leben - das ist wirklich alles, was zählt.

Sei positiv. Wir sind umringt von Stressfaktoren und bedrängt von Reizüberflutung. Wir müssen begreifen, dass man damit nur zurechtkommt, wenn man regelmäßig Ruhe sucht und durchatmet.
Ich glaube, dass es keine Situation gibt, sei sie auch noch so schlimm, die für immer anhält.


Diese Vorstellung hilft mir duch schwierige Zeiten. Nichts passiert wann und wie du es gerade mal am liebsten hättest. Der richtige Zeitpunkt ist eine Illusion, bei der wir uns vorstellen, dass dann alles perfekt sei. Der richtige Zeitpunkt ist der, in dem man eine Chance wahrnehmen kann. Respektiere deine Umwelt. Die Welt ist älter als wir alle zusammen, also lerne von ihr und respektiere sie. Die Erde ist kostbar für deine eigene Entwicklung: Geh rücksichtsvoll mit ihr um!

 

Nimm das Leben nicht zu Ernst. Verlerne, was du gelernt hast und übe ständig.

Indigene Stämme sind mit ihrer Umwelt eng verbunden, weil sie auf Bäume klettern, barfuß gehen und den Körper atmen lassen.Es gibt einen Grund, warum diese Praktiken seit Tausenden von Jahren existieren: Sie funktionieren immer noch, weil sie natürlich sind. Der Weg des Freerunning besteht auch darin, wie ein Schwamm zu sein und von anderen Kulturen zu lernen.

Im Leben geht es um Bewegung und Rhythmus - aber du wirst deinen persönlichen Rhythmus nur finden, wenn du auf deinen Körper hörst und trainierst, bis du deine Bewegungnen ausführen kannst, ohne darüber nachzudenken. Es ist normal, etwas nicht gleich beim ersten Mal zu können. Wiederhole die Bewegung wue Wellen, die an die Küste rollen.


Weniger ist mehr. Es geht nicht darum, wie hoch oder weit du springen kannst. Es geht darum, dass du dich auf deine Umgebung einlässt, dich im Einklang mit ihr befindest und sie mit deinem Körper immer weiter auskundschaftest. Lies viel. Wir hören nie auf zu lernen, bis wir einmal sterben. Wie auch immer deine Stimmung oder deine Situation ist, du wirst immer ein Buch finden, das dich inspiriert und die Hilfe und Mut gibt. Nimm den anderen Weg. Anders zu sein erweckt oft den Eindruck, dass du dich absonderst - aber anders zu sein, bedeutet gar nicht andere Wege abzulehnen, es bedeutet, den eigenen Weg zu suchen.

Freerunning hat als Kinderspiel begonnen, also denke wie ein Kind und freue dich wie ein Kind an deinen Bewegungen.


Beim Freerunning geht es um die Einsicht, dass Hindernisse ein Teil deines Weges sind. Hindernisse und Schwierigkeiten machen die stärker, solange du entscheidest, sie als Herausforderung anzunehmen. Risiken gibt es immer. Vorbereitung ist immer die wichtigste Voraussetzung für eine gute Aktion. Der erfolgreiche Weg ist selten der bequemste und leichteste: Fortschritte zu machen ist nie einfach. Das heißt aber nicht, dass es niemanden gibt, mit dem du deine Ideen und Gedanken teilen kannst. Geht euren Weg gemeinsam und helft euch gegenseitig zu wachsen. Frage nicht immer nach Hilfe. Wenn du dir bei dem, was du tust, immer helfen lässt, wirst du zwangsläufig etwas von deiner eigenen Stärke und Sicherheit einbüßen. Du kannst nur an Selbsterkenntnis gewinnen, indem du Fehler und Risiken in Kauf nimmst.

Mauern sind nicht immer Barrieren - Hindernisse zeigen dir, wer du bist.

Es gibt eine Zeit der Bewegung und eine Zeit der Ruhe. Eine Verletzung ist schlimm für einen Freerunner, aber die nötige Ruhe gibt die die Zeit, einen Überblick zu gewinnen und dich und dein Handeln in deinem gesamten Lebenszusammenhang zu sehen. Bleib in Bewegung, welchem Hindernis du auch begegnet.


Perfektion gibt es nicht. Niemand ist perfekt und niemand kann Perfektion erlangen. Was es aber gibt ist Harmonie: Harmonie mit dir und deiner Umwelt. Da alles stets in Bewegung ist müssen wir stattdessen einen Einklang von Körper und Geist erreichen, mit dem wir auf Veränderungen reagieren und das möglichst Beste draus machen. Augen auf. Wir sollten uns die Zeit nehmen, unsere Umwelt ganz bewusst wahrzunehmen und sie nicht immer auf die gleiche Art und Weise anschauen. Ändere deine Perspektiven.

Lass dich inspirieren. Inspiration ist ein Kraftfeld im Universum, das uns alle verbindet. Manche Menschen werden dich inspirieren und zum Träumen bringen, und gleichzeitig kann dein Leben eine positive Inspiration für jemand anderes sein. Im Laufe deines Lebens musst du durch angenehme und weniger angenehme Zeiten gehen, das kannst du nicht kontrollieren. Manchmal kann Inspiration auch von ungewöhnlichen Dingen kommen.

Energie ist ansteckend - fang sie dir ein und gib sie weiter.


Freerunning - Finde deinen Weg von Sebastian Foucan

Delius Klasing Verlag